Die Frage des Pseudonyms

Wieder ist ein Monat fast rum und ich kann behaupten mich in den letzte Wochen intensiv mit meiner Romanidee auseinandergesetzt zu haben. Gestern wurde ich mit meiner Hausarbeit fertig in der ich mich mit Mephistopheles aus Johann Wolfgang von Goethes Faust – Teil 1 befasse. Dafür habe ich natürlich eine ganze Menge Literatur gewälzt und mich intensiv mit dem Teufelskult in der Literatur beschäftigt. Schon vor ein paar Jahren habe ich das getan und konnte mir viel aus dem Gedächtnis nehmen. Aber das tut hier nichts zur Sache. Wichtig sind für mich heute zwei Punkte:

1. Ich habe eine etwas konkretere Idee für die Grundstory.

2. Soll ich mir ein Pseudonym zulegen?

Gehen wir zunächst auf Punkt 1 ein. Um meine Idee zu erklären habe ich eben meine Hausarbeit erwähnt, denn ich möchte eine Teufelsgeschichte schreiben. Nicht etwa so eine wie die Tragödie um Faust, sondern eher etwas moderner gehalten. „Needful Things“ von Stephen King (mein alter Freund ;-D) hat mich schon auf den Trichter gebracht und ich habe auch schon ein paar witzige Einzelszenen durchdacht, die ich einbauen möchte. Natürlich bleibe ich auch bei meiner alten Idee etwas im Sinne der Hannibal-Bücher Thomas Harris´ zu schreiben. Wird es also ein Roman um einen kannibalistischen Teufel(-sanbeter)? Ich weiß es noch nicht genau. Aber ich möchte beide Einflüsse unbedingt einbeziehen. Ich bin selbst sehr gespannt. Da mein Hirn gerade voll mit Kannibalen und Mephisto ist bin ich auf den grandiosen (haha) Gedanken gekommen einfach beides zu vermischen (weil das ja auch noch nie geschrieben wurde – ha…ha… :´D). Ob es schlussendlich auch etwas wird zeigt sich dann ja.
Zu Punkt 2 gibt es folgendes zu sagen: Die meisten meiner Freunde wissen, dass ich meinem Namen nicht gerade freundschaftlich gegenüberstehe und ich mich ohnehin meistens anders nenne und mich auch alle anders rufen, daher wäre ein Pseudonym bzw. ein Künstlername gar nicht mal so schlecht. Meine geistigen Ergüsse hier und auf meinem anderen Blog „unterzeichne“ ich bereits mit einer Art Pseudonym, aber der hat a.) keinen Nachnamen und ist b.) eher eine Art Nickname und in meinen Augen kein richtiger Künstlername.
Bin ich denn überhaupt Künstler? Sowieso. Wer ist das denn heute nicht?
Welche Art Künstlername soll es denn sein? Ich habe absolut keine Ahnung. Zuerst habe ich an etwas Lateinisches gedacht, wie Caveat Emptor oder dergleichen, aber das erschien mir doch etwas zu schwer bzw. zu altmodisch. Wie wäre es schließlich mit den alten? Damals, mit 14 oder 15, habe ich mir die Namen Shi Mousha und Julia Dahmer ausgedacht. Shi Mousha war eine Zusammenstellung zweier chinesischer Wörter, die, glaube ich, soviel bedeute wie „Tod“ und „einen Mord begehen“. Das erschien mir damals wirklich sehr tiefgründig und es hatte sich relativ gut angehört. Da mir der Name aber irgendwann zu exotisch klang habe ich mich an die „Marilyn Manson“-Taktik gewagt: Vorname eines weiblichen Sex-Symbols und Nachname eines männlichen Serienmörders. So entstand Julia Dahmer (Julia Roberts + Jeffrey Dahmer). Kommt mir heute aber für mich persönlich, zu weiblich vor und wer mich kennt weiß, dass ich eher in der männlichen Schiene zu finden bin.
Ein männlich klingender Künstlername muss also her.
Die meisten nennen mich Taiga oder Mephi(sto), daher bietet sich eventuell eine kleine Andeutung an beide an.
Es gibt natürlich auch zahlreiche Generatoren im Internet, der Künstlernamen ausspuckt. Einer davon ist zum Beispiel der hier: http://www.wort-satz-buch.de/kuenstlernamen-generator/
Man kann ja einfach mal ein wenig damit herum spielen So wie ich es getan habe. Vielleicht findet ihr ja etwas geeignetes 😉
Ich jedenfalls habe meinen neuen Künstlernamen durchaus gefunden (zwar nicht mithilfe dieses Generators, aber es war dennoch sehr spaßig die Namen zu lesen) und hoffe bald unter dem veröffentlichen zu können.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein wunderschönes Wochenende.

Herr Voland

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Der erste Akt

Vor ein paar Tagen habe ich Stephen Kings „Danse Macabre – Die Welt des Horrors“ zu Ende gelesen und damit mein erstes Buch in Sachen Recherche beendet. Da ich das Genre meines Projektes schon in den Bereich Horror und Thriller von Anfang an eingegrenzt hatte und ich ein großer King Fan bin kam mir dieses Buch gerade recht. Entdeckt habe ich das Buch auf der Wikipediaseite des Autors und kaufte es schließlich mit ein paar weiteren Werken. Ich konnte es kaum erwarten das Buch zu lesen und war auch wirklich sehr angetan, als ich die erste Seite aufschlug und in die Welt des Horrors eintauchte. Meine Kritik zu „Danse Macabre“ findet ihr hier:
http://gedaechtnispalast.wordpress.com/2014/02/23/kings-horrortanz/

Ich habe ein paar interessante Thesen heraus geschrieben und möchte euch einzelne hier gerne einmal vorstellen.

„Eine gute Horrorgeschichte funktioniert auf symbolischer Ebene und greift auf fiktionale (und gelegentlich übernatürliche) Ereignisse zurück, um uns beim Verstehen unserer eigenen tiefen echten Ängste zu helfen.“
Dem kann ich nur zustimmen. Wer eine gute Horrorstory liest merkt schnell, dass man mit vielen eigenen Ängsten konfrontiert wird. Beispielsweise der Angst vor Dunkelheit, vor Höhen, vor übernatürlich großen Insekten, etc. Dadurch kann man sich wesentlich leichter in die Geschichte hinein versetzen, vielleicht sogar Seite an Seite mit dem Protagonisten fühlen.

„Grundlage einer jeden Horrorstory: Geheimnisse, die besser ungelüftet, und Dinge, die besser ungesagt bleiben.“
Im übrigen hat sich im Obergeschoss mal jemand umgebracht und die letzten Mieter haben über mysteriöse Dinge geklagt. Das würde doch jeder Makler oder Vermieter sagen, wenn sich potenzielle Nachmieter für ein Objekt interessieren.
Würden die Protagonisten von Anfang an wissen was in dem Haus wirklich vor sich geht wäre die gesamte Geschichte natürlich um einiges langweiliger. Geheimnisse sind eine sehr gute Basis für eine durchdachte Geschichte, die einen packen sollen und bei der man sich nicht nach der fünfzigsten Seite bereits langweilt.

„Der offensichtlichste psychologische Druckpunkt ist die Tatsache unserer eigenen Sterblichkeit.“
Horrorgeschichten oder -filme in denen niemand stirbt ist heute so unvorstellbar, wie ein Teenager ohne Facebook oder Twitter. Niemand kann behaupten er hätte keine Angst vor dem Tod. Irgendwann hat die jeder und diese Angst ist in uns allen so gefestigt, dass wir uns in Horrorfilmen bei Sterbeszenen oft selbst an den Kragen fassen müssen.
Der Tod ist allgegenwärtig und eine nette Spielerei, wenn man ein Buch schreibt oder einen Film dreht. Es gibt so unendlich viele Arten zu sterben oder den Tod darzustellen, dass der Fantasie da durchaus keine Grenzen gesetzt sind.

Natürlich kann man jetzt sagen „Das weiß man doch alles vorher schon“. In der Tat. Aber wie oft sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr? Es kann nie schaden gewisse Fakten zusammen zu fassen, aufzuschreiben und später mit ihnen zu spielen.
In „Danse Macabre“ gab es noch einige weitere spezifischere Thesen, die sehr interessant für mein Projekt sind. Aber ich wollte hier nur einmal die allgemeinsten festhalten.
Demnächst steht Stephen King „Das Schreiben“ an. Danach werde ich mich mit der Umgebung und Landschaft meines Szenarios befassen. Im vorigen Eintrag hatte ich diesbezüglich ja bereits ein paar Ideen geäußert. Ich bin gespannt ob ich dabei bleiben werde oder mich doch noch einmal umentscheide.

Mansonian

Was bisher geschah

In den ersten Wochen diesen Jahres habe ich mich noch nicht sonderlich mit meinem Buchprojekt beschäftigt, da mich die Uni im Moment mehr einnimmt. Vorgestern habe ich meine erste Finnischklausur geschrieben und nächste Woche steht noch eine Geschichtsklausur an. Das soll natürlich nicht heißen, dass ich überhaupt gar nichts gemacht habe. Ich bin nur nicht zum Schreiben oder ordentlichem Recherchieren gekommen.

Was ich bisher getan habe:
Anfang diesen Jahres sind meine beiden Bücher „Danse Macabre“ und „Das Leben und das Schreiben“ von Stephen King angekommen, die ich mir kurz vor Silvester bestellt hatte. Ich habe auch schon ein wenig reingeschnuppert und muss sagen, dass beide Werke recht vielversprechend sind. Hoffentlich sind sie das schlussendlich auch.

Auch zum Thema habe ich mir schon den ein oder anderen Gedanken gemacht.
Zuerst hatte ich ja vor etwas in der Art von Thomas Harris´ „Hannibal“ zu schreiben und ich denke dabei bleibt es auch. Mein Kannibale wird aber kein Psychiater und auch keine „helfende Hand“ des FBIs sein. Da habe ich ganz andere Pläne.
Fakt ist: Es wird blutig und lecker. Letzteres jedenfalls für meinen Kannibalen und den Kannibalen unter meinen Lesern.
Weiterhin möchte ich – ich glaube das habe ich im ersten Beitrag auch schon erwähnt – keinen Polizeiroman schreiben. Polizei, FBI, Homeland Security und was es sonst noch so gibt werde ich größtenteils nicht mit rein bringen. Vielleicht findet der ein oder andere Cop mal eine Bemerkung oder mein Kannibale findet sich auf der Most Wanted Liste des FBIs wieder, aber ich möchte keine Ermittlungen schreiben beziehungsweise beschreiben.
Der Roman wird sich also voll und ganz mit dem Kannibalen und seinen Taten beschäftigen.

Mit dem Titel habe ich mich noch gar nicht beschäftigt. Der wird wohl erst fast am Schluss stehen. Vielleicht kristallisiert sich ja ein Begriff heraus, der oft fällt und mir als besonders geeignet erscheint. Wie werden es sehen.
Allerdings weiß ich, oder habe besser gesagt vor, dass die Kapitel relativ lang werden und keine Überschrift bekommen. Wohl aber jedes Mal ein Zitat aus diversen Werken, die passen. Wahrscheinlich werde ich dafür relativ oft auf Friedrich Nietzsche, Johann Wolfgang von Goethe, Marilyn Manson und eventuell auch auf Thomas Mann zurückgreifen. Das wird sich aber auch noch zeigen.

Nächsten Monat stehen zwei Hausarbeiten und wie gesagt noch eine Geschichtsklausur an. Da werde ich dann wohl auch noch nicht zum Schreiben kommen, aber ich werde meine Recherche aufnehmen. Primär interessiert mich natürlich Literatur über Kannibale und auch über die skandinavische Kultur.
Ja, ganz recht. Mein Roman soll in einem skandinavischen Land spielen – bevorzugt Finnland oder Dänemark. Die USA sind zwar auch sehr schön und bieten auch reichlich Raum, aber ich möchte doch ganz gerne mal etwas außergewöhnliches. Vielleicht wird aber auch Deutschland Ort des Geschehens. Das wird sich noch zeigen.

Mein nächstes Ziel ist also eine ausgiebige Recherche zu Kannibalen und ein wenig Landeskunde. Danach werde ich gegebenenfalls eine Charakterbeschreibung beginnen beziehungsweise anfangen meinem Kannibalen ein Gesicht zu geben.

Ich werde euch da natürlich weiterhin auf dem Laufenden halten 😉

Mansonian

Aller Anfang

Ist schwer. Nicht wahr?

Vor nicht einmal einem halben Jahr habe ich mit meinem Blog Ghetto-Welt der Seelen angefangen. Convention-Berichte, Cosplay-Highlights und Eröffnungen fanden dort schon ihren Einzug. Auch die ein oder andere Buchkritik habe ich dort veröffentlicht und konnte den ein oder anderen Leser begeistern – hoffe ich doch.
Natürlich wird der Blog auch weitergeführt und das ab sofort auf dieser Plattfom unter dem Namen Gedächtnispalast. Schließlich hat auch das kommende Jahr einiges zu bieten und mein Terminkalender weist bereits Unmengen rot markierter Stellen auf. Man kann sich also freuen.

Dieser neue Blog soll sich primär mit einem Nebenprojekt beschäftigen, das ich mir für das Jahr 2014 vorgenommen habe.
Manche wissen, dass ich schon die ein oder andere Fanfiction geschrieben habe und auch noch schreibe. Aber mich zieht es zu Größerem hin.

In den vergangenen Jahren hatte ich mehrere Romanideen. Die ein oder andere wurde auch schon in die Tat umgesetzt und der Anfang ist gemacht. Aber das sind – etwas negativ betrachtet – halbherzige Projekte.
Vor ein paar Tagen kam mir dann eine nahezu brillante Idee. Die Geschichte hat sich praktisch selbst zusammen gesetzt. Aber für einen guten Roman reicht das noch lange nicht.
Um mich vor möglichen Schreibblockaden zu schützen – oder um diese zu überbrücken und vielleicht auf den nächsten Geistesblitz zu kommen – habe ich beschlossen diesen Blog ins Leben zu rufen, in welchem ich den Schreibprozess und die Arbeit rund um den Roman festhalten möchte.

Wenn man einen Roman schreiben möchte muss man recherchieren. In Büchern, in Ortschaften, in Personen. Und das ist eine Menge Arbeit. Aber die möchte ich gern bewerkstelligen, um mein Projekt wahr werden zu lassen.

Zum Namen dieses Blogs
Die meisten meiner Freunde wissen, dass ich ein großer Fan von Thomas Harris und seiner Hannibal-Reihe bin. Die Bücher und auch die Filme haben es mir sehr angetan – natürlich auch die NBC Serie mit Mads Mikkelsen und Hugh Dancy – und der Begriff „Gedächtnispalast“ stammt von Herrn Dr.Lecter.
Ein Gedächtnispalast ist, wie der Name bereits sagt, ein Palast in den eigenen Gedanken, den man mit allem füllen kann. Ob man nun Kunstwerke verewigen möchte, Musik hören will, bestimmte Ereignisse mit Gegenständen verknüpft – alles bleibt einem selbst überlassen. Der Gedächtnispalast ist somit das eigene private Paradies.
Was aber hat das mit meinem Projekt zu tun? Nun, ganz einfach. Ich möchte in meinem Roman mein eigenes Paradies erschaffen. Außerdem werde ich meinen eigenen Gedächtnispalast einbringen und da schien mir der Titel recht passend.

Wann geht es los?
Prinzipiell hatte ich eigentlich vorgehabt erst im neuen Jahr mit dem Schreiben anzufangen. Aber weit gefehlt. Vor dem Schreiben muss erst recherchiert werden und damit werde ich recht bald beginnen. In den kommenden Tagen werde ich meine Konzepte ordentlich aufschreiben – meine Notizzettel mit den vielen Ideen nehmen schon einiges an Platz weg – und schließlich entsprechende Literatur heraussuchen, die mir hilfreich erscheint.

Worum geht es?
Das wird nicht verraten.
Aber soviel sei gesagt: Es wird sicherlich einigen King-Romanen ähneln und auch eine gewisse Hannibal-Parallele aufweisen. Aber es soll dennoch etwas vollkommen eigenständiges sein.
Es wird also weder ein Liebes- noch ein Fantasyroman. Allerdings auch kein Krimi.
Ich möchte einen guten Thriller zum Fürchten schreiben. Mit einem Hang zum Horror also. Aber man weiß schlussendlich erst was es geworden ist, wenn man fertig ist.

Wo kann man mitlesen?
Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das Projekt wie meine Fanfictions aufziehen werde. Kapitel für Kapitel auf Animexx oder fanfiktion.de hochzuladen erscheint mir aber nicht besonders geschickt.
Allerdings werde ich, wenn ich zum Schreiben komme, sicherlich den ein oder anderen Auszug hier hochladen.

Mehr Informationen
Ich kann schon so viel verraten, dass ich nicht, wie so manch anderer, aus der Sicht des Opfers oder eines Polizisten schreiben werde. Aber es bleiben ja noch andere Charaktere – oder ich belasse es bei der auktorialen Sicht.

Bis zum nächsten Post sage ich einfach

Siebenter Satz. – Der Rest folgt daraus.
– Friedrich Nietzsche „Der Antichrist – Versuch einer Kritik des Christentum“